Die Eastern Aleutians, die östlichen Aleuten Inseln, die sich von der Spitze der Alaska Peninsula über die Spitze der Aleuten Inselkette hinziehen, liegen in einer der schönsten und beeindruckenden Regionen der Welt. Sie schmiegen sich an aktive Vulkane, eine vom Meer stark geformte Küste und bestehen Kilometer für Kilometer aus ungezähmter Natur. Der Abenteuerlustige wird hier fündig, kann uralte Aleuten - Dörfer aufspüren, Strände aus Achat-Gestein aufsuchen, eine Vielfalt an Tieren beobachten - Vögel, Tiere an Land und im Wasser - oder die unvergleichlich großen Möglichkeiten zum Angeln nutzen.

In der Region liegen die Gemeinden Akutan, Cold Bay, False Pass, King Cove und Sand Point.

Akutan

Akutan ist ein hübsches Aleutendorf auf Akutan Island mit 1.000 Bewohnern, die hier am Fuß des 1.303 m hohen aktiven Akutan Vulkan leben. Im Dorf selbst gibt es keine Straßen, aber man kann sich leicht über Holzstege fortbewegen.

Die Gemeinde bietet die meisten üblichen Dienstleistungen für Besucher und zieht vor allem abenteuerlustige Wanderer an, die zum Krater des Vulkans, etwa 11 km  westlich entfernt, emporsteigen oder in eine der heißen Thermalquellen eintauchen möchten. Akutan und die umliegenden Inseln sind voller Vögel und Meeresbewohner. Der 'whiskered auklet' aus der Familie der Alkenvögel ist auf der der Insel Baby Island heimisch, einem von nur zwei Plätzen auf der ganzen Welt, wo dieser Vogel zu finden ist. In Akutan Pass an der Westseite der Insel wurden schon die größten Heilbutte der Welt gefangen.

Cold Bay

Die Gemeinde Cold Bay, die dicht gedrängt an der gleichnamigen Bucht auf der Alaska Peninsula liegt, ist ein wichtiger Ausgangs- und Versorgungspunkt für das Izembek National Wildlife Refuge.

Das 1.689.7 qkm große Izembek National Wildlife Refuge wurde 1960 zum Schutz von 142 verschiedenen Vogelarten eingerichtet, darunter hauptsächlich der 'Pacific black brant', eine Gänse-Art. 150.000 dieser Gänse - fast die gesamte nordamerikanische Population - kommen während der jährlichen Vogelmigration im Frühjahr und Herbst hierher, um sich von den großen Seegras-Feldern in der Izembek Lagoon zu ernähren. Wenn die Lachse durchziehen, kann es hier zur höchsten Ansammlung von Braunbären in Alaska kommen, wenn sich sechs Bären pro Meile gleichzeitig an den Flüssen einfinden. Die umliegenden Meergewässer werden von Robben, Seeottern, Walrossen und Steller Seelöwen bevölkert.

Zur Tierbeobachtung hält man sich meistens an der Izembek Lagune auf, zu der von Cold Bay aus eine 17.7 km lange Straße führt. In Cold Bay, das nur über beschränkten Service für Besucher verfügt, findet man Unterkunft und Veranstalter, die Touren ins Schutzgebiet anbieten. Im Schutzgebiet befindet sich ein Visitor Center mit Ausstellungen, einem kleinen Büchervorrat und anderen Informationen über die Region.

False Pass

False Pass, ein malerisches kleines Fischerdorf, liegt an der Spitze der Unimak Island. Hier, in einem größtenteils unwirtlichen Gebiet, liegen 27 der 46 aktivsten Vulkane der USA. Das Dorf sieht nur eine kleine Anzahl von Besuchern, die mit den Alaska Marine Highway Fähren eintreffen, welche im Sommer hier zweimal im Monat einlaufen. Viele Besucher kommen hierher um Tiere zu beobachten, zu angeln oder aus Interesse an der Kultur der Aleuten. Zu den beliebten Aktivitäten gehört auch das 'beach combing', wobei man die Küste nach japanischen Glaskugeln absucht, die sich von Fischernetzen gelöst haben und über den Nordpazifik gedriftet sind. Tagestouren schließen eine Bootstour in das verlassene Dorf Morzhovi ein.

Der Name 'False Pass' rührt daher, dass die der Beringsee zugewandte Seite der Meerenge so flach ist, dass große Schiffe hier unmöglich passieren können. Die False Pass Gemeinde mit ihren 39 Einwohnern ist die einzige überlebende Aleuten-Gemeinde auf Unimak Island, der größten Insel der Aleuten Inselkette. Berufsfischerei und damit verbundene Dienstleistungen bilden heute die wirtschaftliche Grundlage von False Pass, da es ein wichtiger Tankstopp für die Fischerei-Flotten der Bristol Bay und Beringsee ist.

King Cove

Nur ein kurzer Sprung über die Bucht ist es von der Gemeinde Cold Bay nach King Cove, einem lebhaften Fischereihafen mit 750 Einwohnern am westlichen Ende der Alaska Peninsula. Nach King Cove, das über alle möglichen Serviceeinrichtungen verfügt, zieht es Besucher mit Interesse an Tierbeobachtung. Hier gibt es viele Bären und im Frühjahr und Herbst kann man Wale beobachten, wie sie durch die Belkofski Bay ziehen.

King Cove entstand 1911, als Fischereien, die Pacific American Fisheries, eine Fischverarbeitungsanlage bauten, die bis 1976 durchgängig in Betrieb war, bevor sie bei einem Feuer teilweise zerstört wurde. Die 'Peter Pan Seafoods' Firma baute die Anlage später wieder auf und heute ist die Lachsverarbeitungsanlage die größte in Alaska, wo alles unter einem Dach verarbeitet wird.

Eine 43.5 km lange Straße von King Cove zum Cold Bay Airport wird zwar in Erwägung gezogen, zur Zeit stellt allerdings ein Hovercraft-Boot die Verbindung zwischen den beiden Gemeinden her.

Sand Point

Sand Point, an der nordwestlichen Küste von Popof Island gelegen, ist mit 958 Einwohner die größte Gemeinde in dieser Region. Als eine der Shumagin Islands, ist Sand Point beliebt bei Wanderern und Abenteuerlustigen, größtenteils wegen der wunderschönen Aussichten und weil es hier keine Bären gibt.

Sand Point verfügt über umfassende Serviceeinrichtungen und hin und wieder gibt es Bootstouren zum Heilbutt-Fischen oder zur Beobachtung der Tierwelt des Meeres. Ein beliebter Tagestrip führt zur nahegelegenen Insel Unga Island, wo man einen seltenen versteinerten Wald sieht, eine der größten verlassenen Aleuten-Siedlungen und Überbleibsel von Goldminen vorfindet.

Popof Island ist baumlos, wie die meisten der Aleuten Inseln, aber mit einer einheimischen Vegetation überzogen - aus Erlenholz, Weidenbüschen und weitflächiger alpiner Tundra, wo im Sommer verschiedene Beerenarten (salmonberry moss berry, blueberry, cranberry) wachsen. Die Insel ist auch Habitat für eine große Anzahl von Vögeln, Weißkopfadler im besonderen, aber auch Papageitaucher (puffins), Kormorane und Kittiwakes, eine Mövenart. Entlang der Küste und in den Häfen halten sich regelmäßig Ottern, Seelöwen und Robben auf. Durchziehende Wale sind im Sommer in der Popof Strait zu sehen und selbst Buffalos gibt es auf der Insel. 1955 wurde eine Bison-Herde auf die Insel gebracht und heute unterhält die örtliche Stammesorganisation eine Herde von etwa 120 Tieren, die frei auf der unbewohnten Seite der Insel umherziehen. Fischverarbeitung ist ein wirtschaftliches Standbein in diesem Gebiet, dessen Hafen als Heimathafen für die größte Fischereiflotte der Aleuten Inselkette dient.

Die malerische St. Nicholas Chapel, eine russisch-orthodoxe Kirche, wurde 1933 gebaut und ist inzwischen in die Liste 'National Register of Historic Places' aufgenommen worden.